• erstellt 05.11.2015
  • aktualisiert 30.08.2017

Emma ein Sternenkind

Aus Gottes Hand, in Gottes Hand. 
 
Unsere kleine Tochter Emma kam per Notkaiserschnitt ganz plötzlich mit 27 Schwangerschaftswochen  als Extremfrühchen  im April auf die Welt. Sie wog 580 gr und war 30 cm groß.  Eine Hand voller Leben. Ein wunderschönes, zauberhaftes Mädchen.
2 Tage nach der Geburt starb sie in meinen Armen. Eine Tragödie für uns, Eltern. Ich hätte mein Leben für sie gegeben. Es kann man nicht in Worte fassen. Geschwister durften sie nie kennen lernen, ich als Mama werde mit ihr nie im Regen laufen oder ihr die Sonne zeigen. Ich werde von ihr nie das "Mama" hören, ihre Füße werden nie die weiche Wiese berühren. Stattdessen starre ich jede Nacht auf die Sterne, und frage mich "Warum ein kleiner Mensch das Leben nie genießen durfte und die Erde 2 Tage nach der Geburt verlassen musste. Jedoch denke ich mir, die Emma ist nicht weg, sie ist nur fern. Im Haus Gottes. Irgendwann sehen wir uns wieder.
Ich möchte auch im Namen meines Ehemannes für die großartige Unterstützung unserer Gemeinde bedanken. Ich bin überglücklich, dass ich Emma in meinen Armen halten und kennen lernen durfte und dass wir Emma in der Klinik Nottaufen durften. Es war für uns sehr wichtig. Pfarrerin Brigitte Sondermeier aus der Gemeinde St. Augustin hat Emma getauft und war immer für uns da. Sofort nach der Taufe gings der Emma rapide schlechter. Als ob sie darauf gewartet hat.  Fr. Sondermeier hat stets auf Intensivstation meine Hand gehalten und für Emma gebetet. Die Pfarrerin Ulrike Ritgen aus Herchen hat wundervolle Worte an Emmas Beerdigung fassen können. Auch hier hat unsere Gemeinde eine einzigartige, wundervolle Arbeit geleistet. Eine kleine Baumscheibe wurde für Emma in der Auferstehungskirche angelegt. Zeichen der Dazugehörigkeit. 
Ich habe Zuflucht in unserer Kirche gefunden. Es tut einfach gut zu wissen, wo Emma jetzt ist.  Nämlich in Gottes Hand. Ich bete jeden Abend für sie. 
Es war und ist eine sehr schwere Zeit für uns Eltern. Wir fragen uns oft, wo Emmas Schutzengel geblieben ist, warum der Gott uns sie genommen hat. Diese Fragen wird mir keiner beantworten können. Der Tod ist die Grenze des Lebens, aber nicht der Liebe. Genauso, wie wir geliebt, gettöstet und behütet werden. 
Unsere Gemeinde ist mir vor großen Bedeutung. Denn genau und nur hier haben wir stets Verständnis, Mitgefühl und Mittrauer erfahren dürfen. Der Glaube und die Hoffnung, dass der Gott die Emma in seinem Haus aufgenommen hat und sie dort behütet, dass sie von Schmerzen erlöst ist, gibt mir Kraft weiter den Alltag zu leben. Ohne den Glauben und ohne meinen beiden Kindern würde ich mich aufgeben. Jetzt haben wir 3 Kinder, 2 fest an der Hand und eine wundervolle Tochter fest im Herzen.
Schätzt die unbezahlbaren Güter, genießt jeden Augenblick mit euren Liebsten. 
Herzliche Grüße, 
Emmas Mama.