• erstellt 07.08.2017
  • aktualisiert 23.10.2017

Resilienz und Spiritualität

Den Horizont auf ein größeres Sinnganzes weiten ...

... mit Frau Prof. Dr. Brigitte Dorst und Pfarrer Rüdiger Maschwitz ...

... am 14. Oktober 2017 in der St. Johannes-Kirche in Köln-Deutz (Tempelstr. 31) von 9.30-15.00 Uhr!

Resilienz bezeichnet die innere Widerstandsfähigkeit eines Menschen, die ihm hilft, belastende Situationen zu überstehen und an Krisen und Schicksalsschlägen nicht zu zerbrechen. Unter diesem Begriff wird heute auch erforscht, wie Menschen Alltagsstress besser verarbeiten und steigendem Veränderungs- und Leistungsdruck gewachsen sein können. Außerdem finden sich Tipps, Übungen und Adressen für Resilienztrainings und -coachings auch im Internet, in Zeitschriften und Büchern. Und so hat sich das Thema nicht nur mit der Sehnsucht nach individuellem Glück, Erfolg und Gesundheit verbunden, sondern passt auch gut in das Kalkül einer Gesellschaft, die mit immer belastbareren Einzelnen zu rechnen beginnt.

Die Jahrestagung 2017 des Arbeitskreis Meditation in der Ev. Kirche im Rheinland will den Bogen weiter spannen zur Spiritualität. Denn auch gelebte Spiritualität kann eine wichtige Kraftquelle sein. Ihr Ziel ist nicht die Funktionstüchtigkeit eines Menschen; stattdessen weitet sie den Horizont auf ein größeres Sinnganzes hin. Und gerade dadurch kann sie in Krisen, Schicksalsschlägen und dauerhaften Belastungen Stärke, Zuversicht und Widerstandsmut schenken. Im christlichen Glauben erfahren wir uns in und durch Gott wertgeschätzt und aufgehoben. Auch mit unseren sensiblen und bedürftigen Seiten, den Brüchen und bleibenden Verletzungen sind wir richtig, also gerechtfertigt und dadurch ermutigt, den Herausforderungen des Lebens zu begegnen. In diese tiefe Erfahrung kann uns auch spirituelle Übung wie Meditation und Kontemplation führen.