• erstellt 22.07.2018
  • aktualisiert 30.11.2018

Nächstenliebe üben

Mitgefühl als Dimension meditativer Praxis.

Nächstenliebe ist eine Frage der Praxis. Sie be­gegnet uns wesentlich in zwei Formen: als eher spontaner Akt aufmerksamer Zuwendung, wie als grundsätzlicher, oft auch dringlicher Aufruf zu hilfreichem Handeln – also als ethischer Dis­kurs im Blick auf die Entwicklung einer entspre­chenden Lebenshaltung.

Angeregt durch den Dialog mit dem Buddhis­mus ist in den letzten Jahren – vermittelt über Forschung und Therapie – eine wei­tere Form des Umgangs hinzugetreten. Unter dem Stich­wort Mitgefühlspraxis wird hier Näch­sten- und Selbstliebe als konkrete spiri­tu­elle Übung vor­gestellt und mittlerweile bis in die po­puläre Le­benshilfe hinein vertre­ten. Das Praxisspek­trum bewegt sich dabei zwischen Formen acht­sa­m motivierender Selbsterkundung in Beziehungs­fra­­gen und ei­nem zielführenden Mitgefühlstrai­ning für uns `em­pathische Ego­isten´.

Doch wie sind Mitgefühl und medi­tative Übung aufeinander bezogen? Wie haben wir uns das vorzustellen? Und wie sind diese spirituel­len Praxisformen einzuordnen: in die gegenwär­tige öffentliche Diskussion einer mediatisierten und glo­ba­lisierten Gesellschaft, in die christli­che wie buddhistische Tradition, in die lebens­prak­ti­schen Hori­zonte von Ethik und Mystik?

Prof. Dr. Michael von Brück (München) Theo­loge, Religionswissenschaftler, Zen- und Yoga­lehrer – wird uns als ausgewiesener Referent zu Fragen zeitgenössischen Spiritualität das Thema in den genannten Be­zügen entfal­ten.

Nach ei­ner Mittagpause wird dann Ge­legenheit gegeben, erfah­rungsbezogen über die aktuelle Be­deutung einer spirituellen Mitge­fühls­praxis ins Gespräch zu kommen. Zur Diskussion stehen da­bei die Formen mensch­lichen Mitge­fühls, das praktische Verhältnis von Nächsten- und Selbst­liebe sowie die Frage nach einem wirksamen Ethos des Mitgefühls.

Eine Kooperation des Arbeitskreises Meditation in der EKiR mit der Melanchthon-Akademie Köln.

Tagungsbeitrag 30 €

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