• erstellt 16.02.2016
  • aktualisiert 17.02.2016

Kein Raum für Rassismus und Hetze

Evangelische Kirche unterstützt Gegendemonstration

Das neu gegründete Bündnis „Bunter Rhein-Sieg-Kreis“ ruft für den kommenden Donnerstag, 18. Februar 2016, um 19 Uhr zu einer Demonstration für Menschlichkeit, Vielfalt und Solidarität auf dem Siegburger Marktplatz auf. Die Evangelische Kirche in der Region unterstützt den Aufruf zur Teilnahme und bittet Christinnen und Christen, ein Zeichen gegen Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit zu setzen. Die Kundgebung richtet sich gegen einen von der AfD geplanten so genannten Bürger-Protest zum Thema „Asylchaos beenden“.

„Wer zu Ausgrenzung und Herabsetzung von Flüchtlingen aufruft und die öffentliche Debatte durch Worte des Hasses anheizt, kann sich nicht auf das Christentum berufen. Hetze und Rassismus dürfen nirgendwo Raum haben,“, sagt Superintendent Reinhard Bartha. Er bittet die Gemeinden des Kirchenkreises sowie die Mitarbeitenden aus Kirche und Diakonie, an der Gegenkundgebung teilzunehmen. „Das Presbyterium der Kirchengemeinde Siegburg hat seine für Donnerstag geplante Sitzung bereits so verkürzt, dass eine Teilnahme an der Demonstration möglich ist“, berichtet Pfarrer Joachim Knitter. Diakonie-Geschäftsführer Jürgen Schweitzer informiert, dass sich am Donnerstag um 18.15 Uhr vor dem Haus der Evangelischen Kirche in Siegburg, Zeughausstraße 7-9, Demonstranten treffen. Motto: „Kirche und Diakonie - Miteinander in Vielfalt“.

Zum Bündnis „Bunter Rhein-Sieg-Kreis“ gehören die Grünen, die Grüne Jugend, die SPD, die Jusos, und die Jungen Liberalen. Angeschlossen haben sich der Vorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes Bonn/Rhein-Sieg, die Linke und die Awo. Das Bündnis hat eine „Siegburger Erklärung“ formuliert, in der deutlich gemacht wird, dass das Grundgesetz und die universellen Menschenrechte Grundlage für das Zusammenleben in der Gesellschaft sind und von allen hier lebenden Menschen Respekt im Umgang miteinander erwartet wird.

Bereits auf der Synode des Evangelischen Kirchenkreises im November letzten Jahres hatten die Abgeordneten des regionalen Kirchenparlamentes eine Stellungnahme zur gegenwärtigen Flüchtlingsthematik verabschiedet. Darin heißt es: „Als Christinnen und Christen treten wir jeder Form von Hetze und Hass entschieden und klar entgegen. Wir nehmen Rassismus  und  Ausgrenzung in  keiner  Weise  hin. Solches  Verhalten  darf keinen  Raum  in  unserer  Gesellschaft  bekommen. Es  lästert Gott, den Schöpfer.“