• erstellt 05.04.2018
  • aktualisiert 29.11.2019

Verstärkung für das Pfarrteam

Liebe Gemeinde,

geboren wurde ich 1960 in Stolberg bei Aachen. Noch heute habe ich das: `“Behüt dich Gott!“ meiner Mutter im Ohr. Später im Kindergarten sangen wir: „Geh aus mein Herz und suche Freud!“. Auf langen Spaziergängen habe ich Gottes schöne Welt entdeckt. Das zweite Lied meiner Kindheit ist Ihnen sicher auch vertraut: „Weißt du wieviel Sternlein stehen?“ Es entfachte eine einfache Erkenntnis: Gott kennt und liebt mich.

1974 gab es im Konfirmandenunterricht einen Augenblick, da dachte ich, die Arbeit des Pfarrers könnte mir gefallen, aber mir schien der Zugang zu diesem Amt unmöglich. Stolberg ist eine Industriestadt, da lag es nahe, dass ich die Ausbildung zum Industriekaufmann absolvierte. Neben dem Beruf habe ich mich viele Jahre ehrenamtlich in der heimatlichen Kirchengemeinde engagiert. Als meine Kinder klein waren, gab ich Woche für Woche Kindergottesdienst. Das hat mich mit Freude erfüllt und so fasste ich den Entschluss, das Abendgymnasium zu besuchen, mein Abitur nachzuholen und Theologie zu studieren. Nun liegen die Theologischen Examina hinter mir und zweieinhalb Jahre Vikariat, in denen ich begleitet von einem Mentor und praktischen Seminaren die unterschiedlichen Aufgabenfelder einer Pfarrerin übernehmen durfte. Am 3. November wurde ich durch die Superintendentin Almut van Niekerk ordiniert. Nun bin ich zum Dienst am Wort und Sakrament beauftragt. In Predigt, Unterricht und Seelsorge sowie in persönlichen Begegnungen möchte ich Menschen zum christlichen Glauben einladen.

Das Landeskirchenamt in Düsseldorf behält sich die Verteilung der Pfarrerinnen und Pfarrer in den ersten beiden Amtsjahren vor. So bin ich mit 50% zur Entlastung des Kollegen Peter Gottke zum Dienst am Carl Reuther Berufskolleg des Rhein-Sieg-Kreises in Hennef eingeteilt. Der Gemeinde Siegburg bin ich mit einer halben Pfarrstelle zugeordnet, das heißt, ich leiste pastoralen Dienst hier in der Gemeinde unabhängig von der Neubesetzung der bisher vakanten Pfarrstelle.

Meine persönliche Zielsetzung im pastoralen Dienst ist die Begleitung der Gemeinde auf ihrem Lebensweg. Dazu gehört die Lehre, die Vermittlung von Glaubensinhalten, die Frage nach dem Grund und Sinn des Lebens, die Verwaltung der Sakramente und die seelsorgerliche Begleitung in Lebenskrisen. Ich möchte das Wachsen im Glauben der Menschen fördern, das Verständnis für die christlich-jüdische Tradition stärken und geschwisterliche Gemeinschaft in der Ökumene leben. Auch in Zukunft werden die Menschen nach dem Grund und Sinn ihres Lebens fragen, daher möchte ich den christlichen Glauben als mich überzeugende und begeisternde Antwort ins Gespräch bringen. Ich freue mich auf den Dienst in Ihrer Gemeinde. Schon jetzt bin ich gespannt, Sie persönlich kennenzulernen. Bis dahin wünsche ich Ihnen eine gute Zeit und grüße Sie herzlich,

Ihre Karin Bayer