• erstellt 18.01.2018

Karfreitagsgottesdienste

Wir laden Sie herzlich ein , mit uns unsere Abendmahlsgottesdiensten am 30. März um 9.45 Uhr in der Auferstehungskirche und um 11 Uhr in der Erlöserkirche zu feiern.

 

Der Karfreitag ist der Tag im Jahr, der dafür steht, dass man den Tod eines Menschen nicht vergessen darf, ohne sich überfordern zu müssen, und dass man ihn feiern kann, ohne ihn schönzureden. Wir gedenken an diesem Tag den Tod von Jesus. Sein Tod war von einer zerstörenden Brutalität. Er ist keinen sanften, keinen edlen, keinen gnädigen Tod gestorben, sondern einen schändlichen und furchtbaren: den Tod am Kreuz.

Im Mittelpunkt des Karfreitages steht die Erinnerung an diesen Kreuzestod Jesu. In der Kirche wird  die  Johannespassion gelesen, die mit quälender Genauigkeit einen Justizmord schildert, eine Folterung und bis zum Lanzenstich, der Blut und Wasser aus der Seite Jesu hervortreten lässt, einen Tod, der scheinbar  gottgefällig, in Wahrheit aber unmenschlich ist.

Der Karfreitag ist ein prägender Tag des Kirchenjahres, er gehört untrennbar mit Ostern zusammen: Wäre Jesus nicht von den Toten auferstanden, wäre sein Tod eine leere Geste geblieben. Umgekehrt wird der Karfreitag durch Ostern nicht vergessen, sondern vergegenwärtigt.

Johannes hat in seinem Evangelium gezeigt, wie die Erniedrigung schon die Erhöhung des Gekreuzigten sein kann: weil das Ende, Gott sei Dank,  die Vollendung des irdischen Lebensweges Jesu ist, der ihn durch die  Auferstehung zu Gott führen wird  – für die Menschen, die ihm nachfolgen sollen.

Für die Gesellschaft ist dieser kirchliche Feiertag von großer Bedeutung. Er erinnert sie daran, dass die Menschenwürde nicht auf einem Gesellschaftsvertrag beruht, sondern dass sie jedem Recht und jeder Politik vorgegeben ist. Er zeigt ihr, dass Gottes Heiligkeit nicht die Gewalt von Gotteskriegern befeuert, sondern die Liebe anfacht, die Gott mit den Menschen verbindet, so dass auch die Menschen untereinander Frieden finden können.
Dieser Feiertag vergisst den Tod des Menschen Jesus nicht, sondern feiert  ihn, um zu bezeugen, dass die Liebe stärker ist als der Tod.                (Text: ekd.de)